900.000 € für LEADER-Projekte

in der LAG Vulkaneifel.

so geht's

Handlungsfeld C: Schutz und Weiterentwicklung der einzigartigen Landschaft

Die einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften sollen erhalten und weiterentwickelt werden. Die hohe Geo- und Biodiversität soll von den Menschen geschätzt und in Wert gesetzt werden. Die Region Vulkaneifel, die in großen Teilen dem Gebiet des Natur- und Geoparks Vulkaneifel entspricht, verfügt über einzigartige Naturlandschaften so wie eine vom Menschen besonders geprägte Kulturlandschaft.

 

C1. Natur- und Kulturlandschaft erhalten und in Wert setzen

 Eng damit verbunden ist der besondere geologische Formenschatz, der sich in den Vulkanund Schiefergebieten sowie den Kalkmulden wiederspiegelt und im Zusammenspiel mit den zahlreichen naturbelassenen Quellbächen und kleineren Flüssen sowie den Maarseen der Landschaft ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Zahlreiche Schutzgebiete, die das Vorhandensein von besonderen Lebensraumtypen (z.B. Moore, Kalk-Magerrasen, Felstrockenrasen, Borstgrasrasen, Wacholderheiden, arten- und blütenreichen Wiesen und Weiden sowie Schlucht- und Buchenwäldern) oder Verantwortungsarten (z.B. Rotmilan, Schwarzstorch, Wildkatze, Uhu) belegen, spiegeln den besonderen Wert unserer Landschaft wieder.tärken sollen weiter gestärkt werden. Das einzigartige geologische Erbe zu erhalten und immer wieder neu erlebbar und (er-)lebenswert zu machen, das ist die Grundlage für einen nachhaltig umweltgerechten, sozial verantwortbaren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreichen (Geo-)Tourismus. Hierzu sollen innovative Projekte entwickelt und gefördert werden, die  - z.B. im Rahmen des aufgebauten European Geopark-Netzwerks -  die geologische Bedeutung der Region und die Hebung ihres breiten (geo-)touristischen Potenzials weiter stärken.

C2. Innovative Ansätze für eine nachhaltige und regionale Land- und Forstwirtschaft

Die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sollen ihre Flächen nachhaltig bewirtschaften, sie leisten damit einen hohen Betrag zum Schutz des regionalen Klimas und der Biodiversität. Durch die Einrichtung regionaler Wertschöpfungsketten können regionale Produkte mit hoher Qualität ressourcenschonend produziert und regional vermarktet werden. Durch einen hohen Diversifizierungsgrad der landwirtschaftlichen Betriebe (z.B. Kombination von Landschaftspflegemaßnahmen, Nahrungsmittel- und Energieproduktion, Direktvermarktung sowie Urlaub auf dem Bauernhof) können gute betriebswirtschaftliche Ergebnisse und ein Imagegewinn erreicht werden. Einwohner und Gäste sollen die Landwirtschaft als Erzeuger qualitativ hochwertiger Produkte kennen und schätzen lernen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Forst-, Landwirtschaft und weiteren Akteuren bei der Gewinnung von regenerativen Energien bietet neue Einkommensquellen für Betriebe und Eigentümer. Land- und forstwirtschaftliche Flächen nehmen den größten Teil des LEADER-
Gebiets Vulkaneifel ein. Land- und Forstwirtschaft sind wichtige Träger der regionalen Wertschöpfung und außerdem maßgeblich an der Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft beteiligt. Allerdings reduziert sich in der Vulkaneifel die landwirtschaftliche Nutzfläche durch Erweiterung von Siedlungsund Verkehrsflächen sowie Waldflächen stetig und es ist insbesondere in der Landwirtschaft in einem Wandel zu immer größeren Betriebs- und Flächengrößen hin festzustellen. Parallel dazu sinken die Erträge in der konventionellen
Landwirtschaft stetig und der Anteil von Dauergrünland und Dauerkulturen nimmt ab. Daher setzen einzelne Betriebe bereits auf Diversifizierung und Regionale Wertschöpfungsketten etablierenEinkommensstabilisierung bspw. über Direktvermarktung oder Landschaftspflegemaßnahmen. Trotz des überdurchschnittlichen Aufkommens an dem nachhaltig verfügbaren Baustoff Holz und eines leistungsfähigen Verarbeitungsgewerbes hat sich der Baustoff Holz bisher nicht etabliert. Aufgrund von häufig kleinen Einheiten und zersplittertem Besitz sind im Privatwald noch große Mengen an bisher ungenutztem Schwachholz vorhanden, die einer Nutzung zugeführt werden könnten.

C3. Bewusstseinsbildung für eine Wertschätzung der Heimat und einen
regionalen Konsens fördern

Die Einwohner der Vulkaneifel sollen für die besondere Verantwortung, die sie für die einzigartige Landschaft der Vulkaneifel mit ihrer hohen Bio- und Geodiversität tragen, sensibilisiert werden. Die Menschen sollen ihre Traditionen und Bräuche pflegen und die Besonderheiten ihrer Natur- und Kulturlandschaften sowie ihrer Dörfer und Städte schätzen. Über die Vermittlung von spezifischen Kenntnissen kann die gemeinsame Identität sowie die Bindung an die Region gestärkt werden.
Veränderungen in der Gesellschaft führen in vielen Bereichen zu einem Verlust von traditionellen Werten. Auch bei den Natur- und Geokompetenzen der Bevölkerung, besteht noch Potenzial. Parallel dazu ist bei zahlreichen Menschen in der LEADER-Region ein Wissensschatz über die Region vorhanden, den es zu erhalten gilt. Die unterschiedlichen Ansprüche, die an die besondere Natur- und Kulturlandschaft mit den einzigartigen geologischen Formationen gestellt werden (bspw. durch Rohstoffabbau, Siedlungsflächenerweiterungen oder intensive landwirtschaftliche Nutzungen) führen teilweise zu Konflikten. Auftretende Nutzungskonflikte in der Landschaft sollen durch Kommunikation zu einem Konsens gebracht werden.