LEADER-Sitzung am
13. März 19 in Daun

Lassen Sie sich inspirieren von LEADER-Projekten aus der Vulkaneifel.

Tagesordnung

Handlungsfeld B: Profilierung der regionalen Wirtschaft

Die regionale Wirtschaft zeichnet sich zunehmend dadurch aus, dass attraktive Arbeitsplätze in einer gesunden und naturnahen Umgebung angeboten werden. „Leben und arbeiten wo andere Urlaub machen“ war daher zu Recht das Leitbild der vergangenen Förderperiode.  Das Entwicklungskonzept der LAG Vulkaneifel bietet zahlreiche Ansätze zur Unterstützung.

B1. Innovationspotenzial der Zukunftsbranchen erschließen

Der Energiesektor wird als Zukunftsbranche gesehen. Durch den Umbau der Energieversorgung soll eine deutliche Steigerung der regionalen Wertschöpfung erreicht werden, die Arbeitsplätze schafft und regionale Unternehmen stärkt. Das bisher primär fossil geprägte Energieversorgungssystem, insbesondere im Wärmebereich, soll zu einer regenerativen sowie regionalen und dezentralen Energieversorgung umgestaltet werden. Daneben soll der Endenergieverbrauch durch Effizienzmaßnahmen kontinuierlich gesenkt werden.
Die ländlich geprägte Region Vulkaneifel verfügt über große Potenziale zur Erzeugung von erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Biomasse), die bereits zu großen Teilen erschlossen wurden. Dies trifft insbesondere für den Stromsektor zu. Der Wärmebereich und der Verkehrssektor sind noch ausbaubar.

B2. Regionale Wertschöpfung durch Vernetzung stärken

Die Unternehmen sollen dazu angeregt werden, sich branchenspezifisch zu vernetzen, gemeinsam zu werben oder Zulieferbeziehungen in ihr räumliches Umfeld aufzubauen. Diese Vernetzung und Kooperationen stärken die Wirtschaftskraft und die regionale Wertschöpfungn. 

B3. Region als Gründer- und Karriereraum weiterentwickeln

Die Stärken der Region Vulkaneifel als Gründer- und Karriereraum sollen den Menschen innerhalb und außerhalb der LAG Vulkaneifel bekannt gemacht werden. Die Region soll nicht nur als Freizeit- und Urlaubsregion wahrgenommen werden, sondern ebenso als Wirtschafts- und Arbeitsraum mit Potenzial.
Um dem zunehmenden Fachkräftemangel im LAG-Gebiet aktiv entgegenzuwirken ist eine Vernetzung von regionalen Unternehmen mit den Bildungseinrichtungen
vor Ort und den umliegenden Hochschulen und Universitäten wünschenswert.

Ein Schwerpunkt der regionalen Wirtschaftsförderung ist es, die Potenziale von Gründungen für den ländlichen Raum nutzbar zu machen. Dies belegt auch das Vorhandensein von drei Gründerzentren im LAG-Gebiet. Die Mehrzahl der Gründungen erfolgt in den Branchen Tourismus/Gastgewerbe, Ge-sundheitswirtschaft, Handwerk, Landwirtschaft, höherwertige unternehmensnahe Dienstleistungen. Neben einer guten Betreuungssituation für Kinder und günstigen Baulandpreisen sind es vor allem die weichen Standortfaktoren, mit
denen die Vulkaneifel punkten kann. Hochschulen oder Universitäten sind im LAG-Gebiet nicht verortet. Viele junge Menschen verlassen nach dem Schulabschluss
die Region und, bestehende Unternehmen finden nicht genügend Bewerber für die angebotenen Ausbildungsplätze. Vorhandene Karrierechancen sind nicht genügend bekannt. Bei den Schülerinnen und Schülern herrscht ein Informationsdefizit in diesem Bereich. Schulabsolventen sollen die vielfältigen Karrieremöglichkeiten und die Betriebe in ihrer Nachbarschaft kennenlernen. Frauen benötigen Unterstützung beim Wiedereinstieg nach der Familienphase, da sie es im ländlichen Raum immer noch schwer haben wieder
in ein Arbeitsverhältnis einzusteigen.