900.000 € für LEADER-Projekte

in der LAG Vulkaneifel.

so geht's

Handlungsfeld A: Vitale Dörfer und Gemeinden

Das Gebiet der LAG Vulkaneifel ist durch kleinteilige Siedlungsstrukturen geprägt. Die in die Landschaft eingebetteten Dörfer und Gemeinden müssen als attraktive Wohn- und Lebensräume erhalten und weiterentwickelt werden. Das wichtigste Handlungsfeld  gliedert sich daher in folgende Teilpunkte:

A1. Generationsübergreifend Sozialstrukturen stärken

Der demographische Wandel ist für das LAG-Gebiet der Vulkaneifel eine Herausforderung, die sich auf alle Lebensbereiche auswirkt. Es gilt die vorhandenen Sozialstrukturen zu stärken und auf die sich ändernden Anforderungen zu modifizieren. Hierbei geht es um alle Bevölkerungsgruppen mit einem besonderen Augenmerk auf den jungen und alten Menschen. Aufgrund der Ausgangslage in kleinen Siedlungseinheiten (Jeder kennt Jeden!) bietet sich gerade an der Schnittstelle zwischen den Generationen, in intergenerativem
Engagement und der Vernetzung der verschiedenen Anlaufstellen, eine Chance.
Als ein wichtiges Ziel ist die Selbstorganisationsfähigkeit der dörflichen Gemeinschaften zu unterstützen und eine Veränderung der Bewusstseinsbildung der Menschen zu erreichen. Hierzu sind Bürgerschaftliches Engagement und das kulturelle Leben der Dörfer zu stützen, neu zu beleben und in die Zukunft zu überführen.

A2. Dorfumbau aktiv gestalten

Der begleitete Dorfumbau in der Leader-Region muss als langfristig gestalteter Prozess verstanden und umgesetzt werden. Nicht abwartend, sondern aktiv, muss sich „das Dorf an sich“ den verschiedenen Herausforderungen der Zukunft stellen: So bergen zunehmend leer stehende Gebäude sowie ungenutzte Grundstücke oder sogenannte „Schrottimmobilien“ Risiken einer dörflichen Verödung. Wichtig sind daher Maßnahmen der Dorfinnentwicklung und Dorfkernsanierung in Form von z. B. Umlegungsverfahren oder Dorfflurbereinigung,
wobei vor allem bei Altbauten energieeffiziente Modernisierungen sowie Maßnahmen der Barrierefreiheit angestrebt werden sollen.
Vorhandene Straßen, Trink- und Abwassersysteme sowie Energieversorgungssysteme sind auf ihre künftige Angemessenheit bei abnehmender Einwohnerdichte hin zu überprüfen und anzupassen. Weiterhin ist von einem steigenden Bedarf an neuen Wohnformen auszugehen, insbesondere kleinere Wohneinheiten für Singles oder Senioren, aber es
sollten auch neue Konzepte wie Senioren-Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationenhäuser geprüft werden, die den Verlust der klassischen Großfamilie kompensieren. Insbesondere bei den Zielgruppen Familien, junge Menschen
und Senioren soll Interesse für Altbauten geweckt werden.

A3. Daseinsvorsorge stärken

Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs, ist ein grundlegender Bestandteil der Lebensqualität, der Bevölkerungsrückgang führt in vielen Dörfern der Vulkaneifel zu einer zunehmenden Ausdünnung infrastruktureller Angebote. Um dem entgegenzuwirken sind zeitgemäße Angebote z.B. innovative Nahversorgung (insb. mit regionalen Produkten) zu entwickeln, aber auch durch innerkommunale Ansätze und Zusammenarbeit Lücken in der Grundversorgung (z.B. medizinische Versorgung, Mobilität) zu
schließen.

A4. Interkommunalen Informationsaustausch fördern

Die LEADER-Region Vulkaneifel profitiert insbesondere von den gesammelten, vielfältigen Erfahrungen der vergangenen Förderperiode, bereits viele Studien, Gutachten oder Modellvorhaben sind durchgeführt worden, die sowohl auf die ganze Region als auch auf einzelne Dörfer übertragbar sind. Ein konsequenter Informationsfluss auch über Gemeindegrenzen hinaus stärkt die Region.